Langenhagen ist mit seinem Stadtpark und der grünen Umgebung vom Silbersee bis zum Kananoher Forst und dem Kaltenweider Moor eine lebenswerte grüne Stadt. Damit das auch so bleibt, soll die Begrünung von Flächen gefördert und die Verschmutzung der Stadt verringert werden.
Deshalb wollen wir GRÜNEN:
Entsiegelungsmaßnahmen durch Anreizprogramme für Privatleute sowie bei Straßenbaumaßnahmen fördern,
Aufstockung von Gebäuden und Nachverdichtung gegenüber dem Ausbau von Neubauflächen bevorzugen,
die Renaturierung der Wietze auf Langenhagener Gebiet als Beitrag zu mehr Artenvielfalt weiter vorantreiben,
Begrünung an Straßen und auf öffentlichen Plätzen erhalten und schützen,
Bäume in der Stadt für mehr Schatten und Klimatisierung pflanzen,
die Sauberkeit im öffentlichen Raum durch mehr gemeinsame Abfallsammelaktionen und mehr Mülleimer mit Kippenschacht erhöhen,
Wertstoffinseln in fußläufiger Erreichbarkeit einrichten, erhalten und bei starker Verschmutzung geeignete Gegenmaßnahmen einleiten,
die Mehrweg-Strategie sowie die Initiative „Langenhagen ohne Plastik LoP!“ unterstützen.
Der Klimawandel ist bereits in vollem Gang – und Langenhagen kann nicht länger warten. Bis 2035 soll Langenhagen klimaneutral werden. Wir brauchen jetzt entschlossene Schritte, um die Stadt zu einem Vorreiter für Klimaschutz und Lebensqualität zu machen.
Wir GRÜNEN wollen daher:
den Ausbau klimaneutraler und kostengünstiger Nahwärmenetze beschleunigen,
die Stadt durch Klimainseln, Fassadenbegrünung und Straßenbäume begrünen (z.B. auf dem Kaltenweider Platz und am Marktplatz),
Schutzmaßnahmen vor Starkregenereignissen verbessern, z.B. durch mehr Überlaufflächen auf Straßen-, Grün- und Spielflächen oder „Grüne Gullys“,
mehr Zisternen zur Regenrückhaltung und zur Bewässerung von Straßenbäumen einplanen,
mehr chemische Stoffe aus dem Abwasser herausfiltern und die städtische Kläranlage um eine vierte Reinigungsstufe ergänzen,
mehr Photovoltaik-Anlagen auf öffentlichen Dächern und über Parkplätzen installieren sowie Balkonkraftwerke für Mietwohnungen und Agri-Photovoltaik unterstützen.
Wir GRÜNEN kämpfen für echte Bildungsgerechtigkeit und moderne Schulen. Durch attraktive kommunale Angebote fördern wir lebenslanges Lernen für alle Generationen. Mit sanierten Gebäuden, digitaler Ausstattung und einer guten Schulwegsicherung schaffen wir die Basis für eine sichere und gerechte Zukunft.
Wir GRÜNEN setzen uns dafür ein:
digitale Medien sinnvoll in den Schulalltag zu integrieren,
dass alle Kinder satt lernen können – für jedes Kind ein Frühstück!
Schulverpflegungskosten für Familien gering zu halten,
verlässlichen Ganztag an allen Grundschulen einzurichten, d.h. räumliche und personelle Strukturen zu erweitern, damit der Rechtsanspruch ab 2026 aufwachsend flächendeckend erfüllt wird,
Kooperationen zwischen Kindergärten, Schulen und weiteren Bildungseinrichtungen zu unterstützen,
nachhaltige Bauweise bei Kindergärten- und Schulneubauten mit Räumen für zeitgemäße Lernmethoden sowie deren ökologische Instandsetzung voranzutreiben,
eine Aktion „Mein sicherer Schulweg“ – Informationen für alle Erstklässler*innen in verschiedenen Sprachen zu starten,
die Schulwege in allen Ortsteilen zu sichern und ein Projekt „Schulstraßen“ an allen Grundschulen zu prüfen,
das Projekt „kein Kind verlässt die Schule ohne Abschluss“ weiterhin zu unterstützen,
Volkshochschule und Musikschule zu stärken,
die Stadtbibliothek zum Kultur- und Bildungstreff der Stadt zu entwickeln.
Wir GRÜNEN setzen auf soziale Sicherheit als Garant für Freiheit und inneren Frieden. Die wachsende Kluft bei Einkommen und Chancen gefährdet unsere Demokratie und auch die Gesundheit der Menschen. Daher wollen wir mehr bezahlbaren Wohnraum schaffen und echte Teilhabe durch Inklusion. Unser Ziel ist ein Gemeinwesen, das niemanden allein lässt – unabhängig von Herkunft, Alter und Geldbeutel.
Deshalb wollen wir GRÜNEN:
alle zivilgesellschaftlichen Gruppen und Initiativen, die sich Rassismus, Antisemitismus und gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit mit friedlichen Mitteln entgegenstellen, unterstützen,
das Netzwerk demokratischer Parteien ausbauen,
Demokratie früh fördern – Kinderparlamente in Schulen und Kitas sollen flächendeckend in Langenhagen eingeführt und die Kinder- und Jugendbeteiligung ausgeweitet werden, z.B. bei Projekten, die Schulwege und Freizeitorte betreffen,
stadteigene Qualifizierungsmaßnahmen für gut ausgebildete Erzieher*innen weiter unterstützen,
flexible und qualitativ hochwertige Angebote der Kinderbetreuung für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ausbauen (von Krippe bis Schule),
Projekte wie „Hola Kita!“ für Erzieher*innen wieder aufnehmen,
das Miteinander von Menschen, die schon lange hier leben und solchen, die neu hinzugezogen sind, fördern durch Willkommens- und Kennenlern-Tage,
Beratungsangebote für Menschen, die durch Gewalt, Arbeitslosigkeit, Schulden oder Suchterkrankungen in Not geraten sind, dauerhaft sichern,
Bildungsbrüche vermeiden – Beratungsangebote für Kinder und junge Menschen im Schulübergang anbieten,
sozial gestaffelte Tarife für öffentliche Einrichtungen sichern,
Wohnmodelle und Angebote, die Einsamkeit und Armut entgegenwirken, unterstützen,
besonders bedürftigen Menschen den Zugang zu Wohnraum sichern,
im öffentlichen und privaten Bereich die Sicht von Menschen mit Behinderungen und Einschränkungen mit einbeziehen,
Lebensmittel retten – armutsbetroffenen Personen zur Verfügung stellen.
Wir GRÜNEN berücksichtigen alle Menschen angemessen in ihrer Würde und ihren Bedürfnissen. Wir brechen veraltete Rollenbilder auf und stellen uns gegen Diskriminierung. So sichern wir Frauen und queeren Menschen den Platz in unserer Gesellschaft, der ihnen zusteht – gleichberechtigt und ohne Barrieren.
Aus diesem Grund fordern wir GRÜNEN:
konsequent geschlechtergerechte Personalentwicklung und Sprache in allen behördlichen Bereichen zu berücksichtigen,
die Lebensrealität von Regenbogenfamilien bei Jugendamt, Beratungsstellen und Stadtverwaltung zu verankern,
die Vielfalt des Sports zu stärken und Sport für Jung und Alt und jedes Geschlecht zu ermöglichen,
queere Angebote in bestehenden Jugendstrukturen sicherzustellen.
Wir GRÜNEN wollen die Mobilität vor Ort klimaschonend, sicher und für alle zugänglich gestalten. Wir schaffen mehr Akzeptanz für den Radverkehr und ein entspanntes Miteinander auf den Straßen. Durch den konsequenten Ausbau der Barrierefreiheit stellen wir sicher, dass sich jede und jeder ohne Hindernisse im öffentlichen Raum bewegen kann. Unser Ziel ist ein moderner und gerecht aufgeteilter Straßenraum, in dem Klimaschutz und menschliches Wohlbefinden Hand in Hand gehen.
Wir wollen als GRÜNE:
kinderfreundliche Verkehrsplanung unter Berücksichtigung der Bedürfnisse von Kindern und Jugendlichen umsetzen,
mehr gegenseitige Akzeptanz von PKW und Rad durch Piktogrammketten auf Straßen erreichen,
durch mehr Tempo 30 für weniger Verkehrslärm und erhöhte Sicherheit in den Quartieren sorgen,
Parkraumbewirtschaftung und Anwohner*innenparken einführen,
das Stadtbahnnetz in Langenhagen sinnvoll ausweiten,
den Verkehrsraum unter allen Verkehrsteilnehmenden gerecht aufteilen,
P&R sowie B&R-Flächen ausreichend zur Verfügung stellen,
eine bessere Teilhabe von Kindern, Senior*innen und Menschen mit gesundheitlichen Beeinträchtigungen im Straßenverkehr ermöglichen,
Barrierefreiheit im öffentlichen Straßenraum konsequent herstellen unter Berücksichtigung des Radverkehrs,
feste Abstellplätze bei E-Scootern einrichten,
das Carsharing-Angebot in Langenhagen ausweiten,
mehr Lastenfahrräder und Fahrräder im Verleihsystem zur Verfügung stellen,
„Mitfahrbänke“ in jedem Ortsteil aufstellen,
LKW-Verkehr aus Wohngebieten heraushalten,
Lademöglichkeiten für Elektrofahrzeuge in Wohngebieten ausbauen.
Wir GRÜNEN wollen eine klimaresiliente Stadtplanung, damit Langenhagen auch in Zukunft lebenswert bleibt. Dazu müssen innovative, flächensparende Raumstrukturen und zugleich attraktive Siedlungsformen entwickelt werden. Den Flächenverbrauch für Gewerbe, Verkehr und Wohnen werden wir durch eine dichtere Gestaltung erheblich verringern.
Wir GRÜNEN wollen:
die langfristig vorgesehenen Neubaugebiete im Einklang mit der vorhandenen Infrastruktur realisieren,
immissionsfreie und damit autofreie und klimaneutrale Siedlungen als Leuchtturmprojekte auf den Weg bringen,
brachliegende gewerbliche Bauflächen und leerstehende Gewerbebauten optimal wieder nutzen,
das Konzept der Schwammstadt wie im Weiherfeld weiterverfolgen,
Neubau und Sanierung klimagerecht, nachhaltig und sozial durchführen,
unsere Stadt baukulturell weiterentwickeln, beispielsweise mit Kunst am Bau.
Die Ressourcen unserer Erde sind begrenzt. Wohlstand bedeutet jedoch nicht allein die Masse des Konsums, sondern die Lebensqualität der Bürger*innen insgesamt. Wir wollen einen Wirtschaftsstandort Langenhagen, der mit unternehmerischen Innovationen ökologische Nachhaltigkeit entwickelt, Arbeitsplätze sichert und zu einer attraktiven grünen Stadt beiträgt.
Wir GRÜNEN wollen:
die Ansiedlung von Unternehmen fördern, die sich ökologische Nachhaltigkeit zum Ziel gesetzt haben – zum Beispiel durch günstige Erbbauverträge bzw. Konditionen für freiwerdende Gewerbegrundstücke und -einheiten,
die Interessen der regionalen und mittelständischen Unternehmen bei öffentlichen Aufträgen berücksichtigen,
ein Kompetenzzentrum für Unternehmensgründer*innen mit Schwerpunkten im Bereich erneuerbare Energien, Ressourcenschutz und Kreislaufwirtschaft einrichten,
die Kooperation von Bildungseinrichtungen mit ortsansässigen Unternehmen, insbesondere des lokalen Handwerks zur längerfristigen Fachkräftegewinnung und -bindung intensivieren,
die verbrauchernahe Versorgung mit Produkten des alltäglichen Bedarfs auch in Schulenburg, Krähenwinkel und Wiesenau sichern,
die Aufenthaltsqualität im Umfeld von Gastronomie und Einzelhandel erhöhen,
die Gründung von Solawi (solidarischer Landwirtschaft) auf kleinen landwirtschaftlichen Flächen – zum Beispiel auch in Kooperation mit Umwelt- und Ernährungs-AG der Schulen – fördern,
landwirtschaftliche Weideflächen im Stadtgebiet als Wirtschaftsgrundlage für die verbliebenen landwirtschaftlichen Betriebe sichern.
Anliegen der Bürger*innen und ortsansässiger Unternehmen sollen schnell, nachvollziehbar und fehlerfrei ohne zusätzlichen Personalaufwand bearbeitet werden. Gleichzeitig wollen wir GRÜNEN eine vielfältige Stadtverwaltung, die in ihrer Arbeit vorbildhaft Werte wie Gleichheit, Gendergerechtigkeit und Demokratie lebt.
Als GRÜNE fordern wir daher:
durch die Digitalisierung der Verwaltung Prozesse zu verschlanken und eine schnelle Bearbeitung von Anträgen zu ermöglichen,
benutzerfreundliche, mehrsprachige Terminals für Online-Anträge im Rathaus auszubauen,
„Verwaltungslotsen“ vor Ort zur Unterstützung bei Online-Anträgen einzusetzen,
städtische Vorhaben ausführlich und verständlich zu kommunizieren,
die Entwicklung zur „SmartCity“ anzustreben,
Arbeitsplätze in der Verwaltung als Vorbild für Gleichstellung, Inklusion, Flexibilität der Arbeitszeit und Familienfreundlichkeit zu gestalten,
Fachkräftemangel durch einen angepassten Auswahlprozess entgegenzuwirken,
Maßnahmen seitens der Verwaltung zu ergreifen, damit die Vielfalt in der Langenhagener Gesellschaft auch in der Verwaltung abgebildet wird.